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Deutschlandrundfahrt 2006 Alles rund um die Deutschlandrundfahrt
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#41
Alt 01.06.2006, 23:57
R53
a.k.a. UL1
 
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31.05. Teil 1
auch der letzte tag im wonnemonat mai zeigte sich überhaupt nicht maienhaft. frühlingsgefühle wollten bei knapp 10°C mit ständigen regenschauern wahrlich nicht aufkommen. es scheint, als ob MAX' traum, wenigstens eine etappe komplett mit geöffnetem verdeck fahren zu können, sich nicht erfüllen wird.
(R53: Ohne das Cabrio-Neopren-Nachrüst-Kit wird das auch nichts... )
doch wir ließen uns auch an diesem mittwoch vom wetter die laune nicht verderben.
(R53: Nö, davon nicht. Reicht ja, wenn du neben mir sitzt... )
stattdessen fuhren wir zum frühstück zum BMW autohaus schaal in bitburg, wo wir sehr freundlich empfangen wurden. das autohaus zeigte sich sehr großzügig und spendete sage und schreibe 100,- € für unsere MINI-schwinge .
(R53: Am Vorabend hatten wir als Einschlafhilfe mal wieder den Fernseher an und es gab eine Dokumentation über Marylin Monroe...und witzigerweise gab es wohl auch im Autohaus einen Riesenfan von ihr, denn im ersten Stock wimmelte es nur so von MM-Devotionalien. Überhaupt hatte das Ganze hier ein eigenes Flair, was sich wohltuend vom sonst sehr weitverbreiteten kühlen Stil in BMW-Autohäusern abhob...)

gestärkt ging es unter der führung von gina über wunderschöne kleine landstraßen an die mosel. wir erlebten somit mal wieder einen kompletten wandel der natur: statt durch eine sanfte hügellandschaft fuhren wir jetzt auf wunderbar geschwungenen kurven durch das moseltal. dabei bewegten wir uns flußaufwärts durch viele kleine, vom weinbau geprägte dörfchen bis kurz hinter bernkastelkues. dort wechselten wir wieder die moselseite und durften dank des tollen engagements von gina und einer dadurch erreichten sondergenehmigung über die wirtschaftswege der weinberge fahren. somit bewegten wir uns in den fußstapfen bzw. dem gummiabrieb der rallye-weltmeisterschaft, denn in den meisten spitzkehren waren deutliche spuren des einsatzes der handbremse zu sehen. ob dies vom letztjährigen WM-lauf stammte oder von den diesjährigen trainingseinheiten: schwer zu sagen.
(R53: Leider kam vom Beifahrersitz schon vor dem losfahren der deutliche Hinweis, die Finger von der Handbremse zu lassen... *schnief* )
anschließend ging es weiter zum mittagessen in pölich. jedoch mußten wir dabei etwas mehr gas geben als beim vorherigen MINI-fahren, da claude bereits in luxemburg recht verzweifelt auf uns wartete. mit knapp zwei stunden verspätung rollten wir am vereinbarten treffpunkt in echternach am see ein. leider gab es kurz vor diesem etappenübergabepunkt einen bedauerlichen karosseriekontakt zwischen zwei MINIs. ein klassiker! der erste an der kreuzung rollte an und blieb leider doch wieder stehen (in diesem fall würgte ginas fahrerin das auto ab) und der zweite (zerocheckmateS) sah den pink-weißen MINI anrollen, schaute links, rechts und rollte auch los... *batsch* der ärger über das mißgeschick war anschließend aber größer als der tatsächliche schaden. leider fuhren anschließend am treffpunkt gina & freundin geknickt von dannen. zumindest konnte ich mich nicht mehr von den beiden verabschieden und für die tolle etappenplanung bedanken.
(R53: Tja, trotz meiner Tankaktion [siehe unten] hatte ich dafür noch Zeit... )
dann mache ich das einfach nochmal über unser tagebuch. danke gina!

nachdem sich die aufregung gelegt hatte rollten wir wieder los... halt, stop, für die freunde des gepflegten shell v-power talks noch die info: es gab ein neues highlight in sachen UL1, seinem R53 und der edlen kraftstoffsuppe. nachdem uns gesagt wurde "tankt in luxemburg, da ist der sprit günstig" und uns auch zugesichert wurde, dass es in diesem land shellstationen mit v-power gibt, paßte UL1 seine fahrweise so an, dass die kraftstoffreserven genau bis zu dieser tankmöglichkeit ausreichten.
(R53: Na ja...für 90 km hätte es noch gereicht...)
wer jetzt glaubt, der niedrige v-power preis hätte nun ein lächeln in UL1s gesicht gezaubert, täuscht sich gewaltig! was war geschehen? tja, nicht überall, wo V-Power drauf steht, sind auch 100 oktan drin. was weitgehend unbekannt ist: in luxemburg hat V-Power nur 98 oktan , wodurch der geheiligte adaptionsspeicher des steuergerätes versaut wurde.
(R53: Yep, fuuuurchtbar. Und bei der nachfolgenden Hatz durch Luxemburg war ja deutlich zu merken, dass das 'Versuchskaninchen' ü-b-er-hau-pt nicht mehr ging... )
doch es kam noch schlimmer! die geliebten shell clubsmart-punkte, die in österreich noch gutgeschrieben wurden, wurden in diesem benelux-staat nicht angerechnet. da konnte sich der arme auch nicht über die -,30 € (V-Power D zu V-Power L) bzw. -,20 € (Super Plus D zu V-Power L) preisvorteil pro liter freuen.
(R53: Bin dann die ganze Reststrecke mit schwarzem Trauerflor gefahren... )
Weiter mit Teil 2
__________________

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#42
Alt 01.06.2006, 23:59
R53
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31.05. Teil 2

zurück zur tour. wir starteten in folgender zusammensetzung:
- claude mit beifahrer
- ein weiterer luxemburger mit einem works s
- red baron
- zerocheckmateS + beifahrer
- R53 & ich
- belzebub (michael & simon)
- ebi mit frau
- rudy_t
- MAX
und MAXI im VW bus. MAXI im VW bus? ja, denn der MINI fahrer aus berlin machte mit seiner frau urlaub in der region und ließ es sich nicht nehmen, bei uns vorbeizuschauen. für diese spontaneität und dafür, wie er anschließend mit seinem T4-bus der horde MINIs durch luxemburg folgen konnte.
(R53: Für die Experten...T4 mit Motortuning von Abt und Karosseriekit incl. AZEV-Räder von projektzwo... )
die strecke durch luxemburg selber war ziemlich flott und über die funkgeräte hörte man nur *knister* "180° kurve links" *knister* "180° kurve rechts" *knister* "gegenverkehr". diese ansagen von claude wie aus einem rallyegebetbuch waren auch wirklich notwendig, da der streckenverlauf wirklich wild und die straßen verdammt schmal waren.
(R53: Nett gesagt. Da waren etwa drei bis vier 'oops'-Situationen...aber es hat Spass gemacht ! )
leider war die etappe so schnell, dass unser rundfahrtphotograph (bis gestern 4GB bildmaterial) keine chance mehr hatte, von der wunderschönen landschaft auch bilder zu machen. ich versuche es mit worten zu beschreiben:
(R53: Ooooh, ooooh...Betonung auf 'Versuch', denn das muss man einfach selber gesehen haben...)
kurz nach dem start führte uns die strecke durch ein tiefes, dunkles tal mit einem "märchenwald" (also einem extrem dichten baumbestand). das ganze wirkte fast schon ein wenig unheimlich.
(R53: Du sahst auch ganz ängstlich aus... )
vielleicht gab claude deshalb auf diesem abschnitt auch besonders viel gas
(R53: Soweit möglich: da wimmelte es ja von Bremsklötzen... *grummel* )
anschließend ging es durch diverse kleine, aber sehr adrette dörfchen zu diversen kurzen, aber knackigen bergauf- & bergabstücken. die vorstellung, dass auf diesen abschnittsweise miserablen straßen zum teil bis vor kurzem noch bergrennen stattgefunden haben, ließ mich ein wenig erschauern.
(R53: Frag' mal meine Spoilerleiste...)
das etappenende und die übergabe der tourleitung erfolgte genau an der mosel, die an dieser stelle auch die luxemburgisch/saarländische grenze darstellte. dummerweise war es eine übergabe mit knalleffekt während wir noch die wunderschöne aussicht oberhalb der mosel genossen, machte sich leider einer der MINIs am 20%igen steilstück selbständig und kam erst an der heckschürze von Rudy T's checkmate zum stehen. es schien ein rabenschwarzer tag für rundfahrtteilnehmer mit checkmate-MINIs zu sein . auch wenn bei diesem kleinen crash die aufregung wieder größer war als der schaden, sind solche zwischenfälle immer ärgerlich und drücken die stimmung bei allen beteiligten. nachdem alle versicherungsrelevanten daten ausgetauscht waren, ging es weiter zu unserem etappenzielort mit einem kleinen ungeplanten schlenker zur saarschleife. der verlauf des flusses in diesem abschnitt ist von oben betrachtet wirklich spektakulär und entspricht tatsächlich der form einer schleife. danke an dieser stelle an simone & michael, die uns (R53, MAX & mich) zu diesem phantastischen aussichtspunkt hoch über der saar geführt hatten

der abend in unserem skurilen hotel direkt an der saar bot uns dank seiner chefin einen ungeahnten komödiantischen höhepunkt. die gute frau war zugegebenermaßen sehr freundlich, aber leider auch sturzbetrunken . nachdem die gute dame bei der kontrolle der per fax vorbestellten gerichte beinahe verzweifelte und uns bei der bestellung von zwei zusätzlichen essen bat, dies dem koch in der küche doch bitte selber zu sagen, da sie sich nicht traute, brachte sie den spruch des abends zu MAX (den sie bereits vorab mit der angeblich hübschen nachbarstochter verkuppeln wollte).
(R53: Wo hast du denn zugehört ? Das war ein anderer Gast, die praktischerweise auf dem gleichen Stock wie MAX ein Zimmer hatte... )
leicht wankend mit drei gedecken auf den armen verdrehte sie plötzlich etwas seltsam die augen, hielt kurz inne und meinte dann: "'tschuldiung, dass ich sie gerade so seltsam angeschaut habe, aber mir war gerade ganz plötzlich schwindelig" und wankte weiter in die küche. wir haben uns alle fast totgelacht.

neben den bereits während der tagesetappen teilnehmenden saar/pfälzern (s.o.), stießen hier am abend noch folgende MINI-fahrer hinzu:
jochen donnevert
spacemini
spicyboy
krümel
i love mini
indyblueracing
ölrenner
euch allen möchte ich an dieser stelle ein dickes kompliment aussprechen: ihr wart bisher das spendenfreudigste chapter. inklusive der bereits weiter oben erwähnten äußerst großzügigen spende des autohauses schaal konnten wir für diesen tag eine spendensumme von 489,87 verkünden

trotz der freude über die in den letzten tagen rapide ansteigende spendensumme möchte ich nochmals auf das hotel zurückkommen. insbesondere auf das badezimmer. badezimmer? na ja, "naßzelle" und "WC-zelle" traf es wohl eher, mit der betonung auf zelle.
(R53: Leicht klaustrophobisch ?)
die beiden getrennten einheiten bestanden aus einem zusammenhängenden kunststoffelement in sympathischen beigebraun an wand, decke & boden :puke: , die grundfläche pro raum maß ca. ein quadratmeter. in der toilette stellte dies natürlich kein technisches problem dar. in der waschbecken-dusche-spiegel-einheit jedoch umso mehr. der spiegel war so groß wie zwei handflächen
(R53: Wer ein gutes Gedächtnis hat, braucht keinen Spiegel... )
und beim rasieren
(R53: Das hilft da auch nix mehr... )
stieß man fast an die duschgarnitur, wenn man nicht schon vorher auf dem kunststoffboden ausgerutscht war.
(R53: Restalkohol ? )
natürlich waren die zwei boxen fensterlos. ein gemeinsamer lüfter jaulte hoffnungs- & wirkungslos an der decke rum, denn der seit jahren angesaugte staub (sehr appetitlich anzuschauen) verstopfte komplett die öffnungen.
(R53: Tja, so unterschiedlich kann man das beurteilen. Da hatte ich in anderen Hotels deutlich weniger Platz... )
doch die cheffin des ladens entschädigte für alles. besonders, da sie am nächsten morgen immer noch oder schon wieder angetüttert war...
(R53: Frühstück war okay... )
...und überhaupt, wenn wir gerade beim thema "witzischkeit" sind: UL1 hat ein neues spiel für sich entdeckt! "schüttel den agsl!"
(R53: Irgendwie muss ich beim fahren ja wachbleiben... )
der spielaufbau ist simpel und von jedem einigermaßen versierten MINI-fahrer leicht zu beherrschen: durch ruckartige lenkbewegungen, abrupte bremsmanöver und schlagartiges beschleunigen nutzt man (also UL1) die trägheit der masse (also meiner masse) aus, so dass ich etwas hilflos mit dem laptop auf dem schoß und dem funkgerät in der hand auf dem sitz hin- & herrutsche.
(R53: Das muss ich ausnutzen:sobald die Recaros drin sind, geht das ja nicht mehr... )
das ergebnis der querbeschleunigung: blaue flecken an kopf und arm auf der rechten körperhälfte und ein paar unangenehme annäherungsversuche an UL1 (sogenannte dcc-kurven -> "darling come closer") auf der linken körperhälfte.
(R53: ...und dreckige Scheiben...)
das ergebnis der längsbeschleunigung: kurzfristige atemnot durch das schlagartige einsetzen des gurtstoppers und ein paar gelreste meiner haare an der kopfstütze.
(R53: Die Kiste ist momentan sowieso sowas von dreckig...da fällt das auch nicht mehr auf...)
nun gut, kleine kinder soll man spielen lassen... solange ich keine langfristigen schäden davontrage.
(R53: Was soll da noch geschädigt werden ? )
mit dieser hoffnung verbleibe ich euer und sage:

stay tuned!
__________________

R53 ist offline  
#43
Alt 03.06.2006, 01:03
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01.06.
1. juni? wohl eher gefühlter 1. märz! auch der vorletzte tag der mini2-deutschlandrundfahrt zeigt sich regnerisch und kalt. eigentlich haben wir das nicht verdient, denn wir haben während der tour immer alle artig aufgegessen. und das macht sich bemerkbar! es ist zwar schön, dass es alle furchtbar gut mit uns (R53, MAX & mir) meinen, die diversen kaffee & kuchen, mittagessen und abendessen haben in kombination mit der ständigen sitzerei unseren figuren aber nicht wirklich gut getan
(R53: Dazu sage ich erst etwas, wenn ich einen Kontrollblick auf meine Waage zuhause geworfen habe... )

themawechsel! auf die heutigen etappen habe ich mich von anbeginn gefreut und wir drei komplettfahrer plus ganztagesfahrer LUMINI (herrchen, frauchen & hundchen im MINI ONE D) wurden nicht von den tourguides red baron & die_53 enttäuscht. zuerst übernahm red baron mit dem "red easy prinzip" das kommando. "red" da es von ihm erfunden wurde und "easy", da es angeblich einfach ist und jedem ermöglicht, sein eigenes tempo bei einer ausfahrt zu bestimmen. die idee: man folgt immer mit seinem selbstbestimmten tempo dem straßenverlauf und wartet nur auf nachfolgende, wenn man an einer kreuzung, einem kreisverkehr oder abbiegenden vorfahrtsstraße die richtung ändert (inklusive setzen des blinkers). da wir komplettfahrer nach 3.600km nicht so wild auf tempobolzen waren, setzten wir uns von vorneherein ans ende der truppe und wissen daher nicht ganz genau, ob dieses prinzip immer und überall funktioniert hat. zumindest kamen wir sicher an unserem ersten tagesziel an, dem BMW/MINI händler in st. wendel, der uns mit getränken & gebäck äußerst freundlich empfing. dazu muß man ergänzen, dass der verkaufsleiter sich nach einem anruf von red baron spontan entschieden hatte, uns einzuladen und uns zusätzlich mit einem ganz besonderem begrüßungsgeschenk zu überraschen: der doppel-dvd des neuen und alten Italian Job.
(R53: War also doch richtig, dass ich die nie bei amazon bestellt habe... )
dafür und auch für die bewirtung und die spende für bärenherz ein ganz besonders herzliches dankeschön. anschließend ging es weiter zum bildhauersymposium. dort machten wir mit 8 MINIs bei eiseskälte und nieselregen ein photoshooting. die kulturellen infos zu diesem ort mit ausblick auf die höchste saarländische erhebung (manche behaupten sogar, es wäre ein berg! ) verklangen nahezu ungehört im kalten wind der hochebene.
(R53: Heisst ja auch Deutschlandrundfahrt und nicht Rumstehen-an-windigen-und matschigen-Hochebenen-Event. Hatte ich schon erwähnt, dass mir immer kalt ist ? )
ruckzuck ging es weiter richtung pfalz. in lauterecken übernahm die_53 (marko) die gruppe und einige saarländer drehten wieder um richtung heimat. geschrumpft auf vier MINIs ging es flott weiter in den pfälzer wald. was uns hier erwartete war landschaftlich und vom streckenverlauf her phantastisch und steht auf meiner "deutschlandrundfahrtstrecken-topten" auf platz zwei hinter der fränkischen schweiz. winzige landstraßen, die eine natürlich begrenzung durch steil abfallende hänge auf beiden (!) fahrbahnseiten hatten, waren für alle teilnehmer beeindruckend. sogar das wetter spielte langsam wieder mit und kurz vor neustadt an der weinstraße bot sich uns vom annaberg aus ein traumhafter blick in die rheinebene bei sonnenschein und wildem wolkenspiel.
(R53: Wildes Wolkenspiel ? Ich schwöre: zumindest ich hatte an diesem Tag keinerlei Drogen zu mir genommen... )
mit einem photoapperat kann man so etwas leider nicht in seiner ganzen herrlichkeit darstellen.
(R53: Jedenfalls nicht, wenn man damit nicht umgehen kann... )
leider begann ab diesem streckenabschnitt für mich die tour des leidens:
(R53: Weichei !)
UL1 hatte zu diesem zeitpunkt noch den bereits beschriebenen "bösen" luxemburgischen 98-oktan-sprit im tank seines MINIs und der sollte natürlich nicht mit dem "guten" deutschen 100 oktan v-power vermischt werden. aus diesem grund fuhr UL1 bei einer restreichweite von 26 km noch munter weiter, denn "da habe ich normalerweise noch 30 km reichweite" ja, nee, iss klaaaa.... normalerweise!
(R53: Ts, ts...warum die Aufregung ? Normalerweise habe ich eigentlich sogar 50 km, aber ich hatte die zügigere Gangart schon eingerechnet und deshalb mal auf 30 km korrigiert... Macht bloss mehr Spass, das dem Beifahrer hinterher bzw. gar nicht zu sagen. Der soll sich ruhig schon mal mit dem Gedanken vertraut machen, mit dem Ersatzkanister durch die Pampa zu latschen... )
aber normal ist bei der rundfahrt nichts, denn der durchschnittsverbrauch war laut bordcomputer von den üblichen 8,5 liter auf sage und schreibe 9,1 liter angestiegen, was fast einer katastrophe gleichkam .
(R53: Aber sischer doch: mein Weltbild war dadurch fundamental erschüttert...)
als wir am schloß hambach dann mit einer restreichweite von 2 km ankamen, ließ sich UL1 gnädigerweise doch erweichen, in neustadt an der dort ansässigen shell-station nachzutanken. die 70 km zu unserer pension in heidelberg wären selbst mit UL1s vorsichtigem gasfuß nicht mehr machbar gewesen.
(R53: Das glaubst du ! siehe oben...)

da fällt mir ein, kennt ihr schon UL1s im chapter bayern neu erworbenen spitznamen? Captain Slow! sein kommentar dazu... ach, den soll er selber hier reinschreiben.
(R53: Ach, schon wieder ein neuer ? Soll 'ne Nummer ziehen und sich hinter den anderen anstellen... )

zurück zum rest der etappe: gemütlich durchquerten wir mit vollem tank das rheintal und kamen um 20:45 uhr erschöpft, aber glücklich in heidelberg ziegelhausen an. jörg & susanne (LUMINI) verabschiedeten sich kurz vor ludwigshafen. marko (die_53) begleitete uns noch bis zu unserer pension, wo wir uns von ihm verabschiedeten und uns tief verneigten vor seiner sensationell ausgearbeiteten tour.
(R53: Und ausgerechnet von dem Abschnitt gibts kein Roadbook... *grummel* )
sein vorschlag, mit ihm in die heidelberger altstadt zu fahren, hätten wir drei eigentlich ganz gerne noch angenommen, aber wir waren einfach zu erschöpft. eigentlich wunderten sich MAX, UL1 & ich ein wenig über unsere schlappheit, denn kilometermäßig war das bei weitem nicht die längste etappe.
(R53: Nö, mich wunderte das gar nicht: ich war schon am Morgen trotz genug Schlaf recht groggy bzw. nicht besonders fit...)
die jedoch für diese anspruchsvolle strecke aufzubringende konzentration hinterließ ihre spuren... auch beim beifahrer die leser kennen das ja: ein wenig bremst man immer mit und beobachtet das verkehrsgeschehen um einen herum, es sei denn, ich tippe den text für das tagebuch. das funktioniert jedoch nur, wenn der streckenverlauf einigermaßen geradlinig und die streckenbeschaffenheit einigermaßen eben ist. also auf den letzten 4.000 km eigentlich nie bzw. man gewöhnt sich trotzdem an deutschlands holprigste nebenstrecken, denn irgendwie schaffe ich es doch immer wieder, den text zu erstellen und für UL1 die vorlagen einzubauen
(R53: Selektive Wahrnehmung kombiniert mit partiellem Realitätsverlust... )

zum abschluß des tages noch etwas zu unserer schnuckeligen pension in heidelberg. unsere vorletzte schlafstätte war in einem liebevoll restaurierten gebäude an den steilen uferhängen des neckars und stellte eine weitere premiere dar: alle drei komplettfahrer schliefen in einem zimmer, das mit kunstwerken der herbergsmutter (die "hauptberuflich" künstlerin ist) dekoriert war. für uns drei herren waren die räumlichkeiten vielleicht etwas beengt (auch wegen der geringen deckenhöhe),
(R53: Ich konnte da ohne Probleme langlaufen...zum Glück, denn frühmorgens auch noch darauf aufpassen zu müssen, dass man nicht an die Decke knallt, funktioniert irgendwie nicht...)
aber die gemütlichkeit des häuschens machte diesen umstand für eine nacht mehr als erträglich, auch wenn ich in einem schlafsack schlief
auch aus diesem grund sage ich:

stay tuned
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R53 ist offline  
#44
Alt 03.06.2006, 23:33
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02.06. Teil 1
der letzte tag der deutschlandrundfahrt...und petrus zeigte sich mehr als gnädig! zum ersten mal entsprach UL1s allmorgendlicher kalauer "mensch agsl, bis gerade eben schien die sonne, doch kaum stehst du auf, bekommt sie angst und verschwindet!" nicht der realität: die sonne schien und bei 12°C am morgen waren nur wenige wolken am himmel auszumachen.
(R53: Die hatte sich einfach inzwischen daran gewöhnt... )
den morgen rundete ein sehr leckeres frühstück ab und fast pünktlich trafen wir uns mit den übrigen rundfahrtteilnehmern. dazu zählten:
- scotty als tourguide mit miniholic als beifahrerin
- missis@ mit cram (marc)
- LUMINI (heute ohne frauchen & hundchen )
- friseurmeister2000 (jerome)
- britta (coolblue)
- compay mit seiner schweizer beifahrerin
- und nicht zu vergessen lindiman, der unterwegs noch für ein kurzes Intermezzo dazustieß...
nach kurzer begrüßung ging es sofort los: zuerst am schönen neckar entlang bis hirschhorn und von da an eroberten wir uns über wunderbar geschwungene strecken den odenwald. dank meines studiums in heidelberg erschien mir dieser teilabschnitt wie ein heimspiel. besonders spektakulär auf dem ersten teilabschnitt war nicht nur die natur, sondern auch die betreiberin des bikertreffs am hesseneck und deren tochter, die dem laden auch den inoffiziellen beinamen "zur häßlisch' tochter" gab. der frisch gebackene eierlikörmarmorkuchen war dafür um so leckerer.
(R53: ...wo ich wieder dafür sorgen musste, dass es auch morgen schönes Wetter gibt, indem ich die georderte Menge restlos entsorgte... )
(Ach ja: als wir schon im Auto saßen und gerade losfahren wollten, kam eben erwähnte Tochter noch ganz aufgeregt angelaufen und wies uns auf einen Plattfuss vorne links hin. Also wieder ausgestiegen, hingeschaut und mit einem "Danke, das ist normal, die Reifen sind so flach" wieder eingestiegen... )

weiter ging es über verwinkelte straßen bis nach bad könig, wo uns das BMW autohaus schäfer mit laugenbrötchen, apfelstreuselkuchen und bionade empfang.
(R53: Kompliment für die Liebe zum Detail des dortigen Caterers...die Kronkorken wurden allesamt von 'Roundels' geziert...[und wenn es Zufall war: dann ein schöner !])
die freundlichkeit des autohauses konnte ich auch nutzen, um den mechanischen R53 (also das 'versuchskaninchen') vom gröbsten dreck zu befreien. der regen der letzten tage hatte einfach seine spuren hinterlassen und so ganz verdreckt wollten wir nun wirklich nicht in wiesbaden vor das kurhaus fahren
(R53: Oooch, ich bin da recht schmerzfrei. Hätte man ruhig sehen können, was der Kleine schon so hinter sich hat...
Aber wenn jemand den MINI putzen will, hatte ich noch nie was dagegen... )


von bad könig aus nahmen wir dann kurs auf den taunus, um den großen feldberg zu erklimmen. zwar war der weg dorthin nicht mehr so kurvig, einsam und verlassen wie durch den odenwald, aber dafür, dass scotty es geschafft hatte, uns während des berufsverkehrs ohne jeglichen stau durch das rhein-main-gebiet zu lotsen, ziehe ich meinen hut .
(R53: Vor allem angesichts der Menge von MINIs, die er hinter sich herzog... )
beim erklimmen des feldberges durchfuhren wir auch die sogenannte "applauskurve", eine 180° kehre mit großem parkplatz auf der innenseite der kurve. nach scottys aussage ist er noch nie in seiner autofahrerkarriere diese kurve so langsam durchfahren. doch was hielt die horde von 9 MINIs (philiphubs hatte sich dem troß in der zwischenzeit auch angeschlossen) auf? ausgerechnet ein porsche 911 (993) cabrio, welches auch noch - trotz sonnenschein - geschlossen fuhr! tja...
(R53: Interessant...da wüsste ich gern, wieso ich das nicht mitgekriegt habe. Klarer Fall von Sekundenschlaf ? )
nach einem kurzen photoshooting auf dem gipfel des feldberges machten wir uns rasch wieder auf in richtung ziel, denn es war doch recht zugig und frisch in dieser höhe.
(R53: Bei dem Aufwand und den körperlichen Anstrengungen, die manche Photographen so an den Tag legten, sind die Photos hoffentlich was geworden... )
auf dem weg nach unten klingelte plötzlich mein telefon.
(R53: Nicht das letzte Mal... )
sandy kullmann vom autohaus Karl+Co hatte sehr kurzfristig von der rundfahrt erfahren und wollte sich unbedingt noch einklinken. kein problem! kurz hinter naurod lasen wir sie mit ihrem solid gold dienst-MINI auf. doch nicht nur das! auch ihr chef, der wiesbadener filialleiter, erschien zur abschlußveranstaltung und spendete spontan 100,- € und erklärte: "bärenherz ist im raum wiesbaden eine sehr bekannte organisation, die wir immer gerne unterstützen." schön zu hören .

so, eigentlich würde ich jetzt gerne einen trommelwirbel starten,
(R53: Easy. Regieanweisung an den Toningenieur:
"Großer Trommelwirbel im Hintergrund"
Siehste, geht doch... )

denn es war so weit: die erste MINI² Deutschlandrundfahrt endete nach rund 4.400 km um 17:15 uhr im wiesbadener kurpark . das bild war beeindruckend: 25 MINIs erreichten nahezu zeitgleich den ganz außergewöhnlichen parkplatz im kurpark zwischen einem see mit großer fontäne, umgeben von hohen tannen und dem kurhaus aus rotem sandstein. leider konnten wir die geplante photofreundliche parkordnung nicht realisieren, aber das störte bestimmt außer mir niemanden.
(R53: War was ? )
als erste stärkung nach dieser etappe spendierte feinkost käfer uns allen in seinem biergarten einen antialkoholischen fruchtcocktail
(R53: Lecker. Als Trinkröhrchen wurde übrigens Pasta eingesetzt...was dazu führte, dass der Drink äußerst zügig genossen wurde, bevor die Röhrchen erste Auflösungserscheinungen zeigten... )
und es kam zu einem großen "hallo" mit fast allen MINI-fahrern, die man bereits auf der rundfahrt schon mal gesehen hatte und denen, die spontan direkt zur abschlußveranstaltung in den kurpark gefahren kamen. besonders freute mich, dass dombo als einer der hauptorganisatoren es sich nicht hatte nehmen lassen, direkt von lindau aus für diesen abend nach wiesbaden zu kommen. eigentlich konnte nur einer an diesem abend nicht wie geplant erscheinen: der MINI-chefdesigner gert hildebrandt, der wegen eines famliären krankheitsfalls zu seinem großen bedauern kurzfristig hatte absagen müssen.

ein letztes mal stellten wir die MINI-schwinge auf und es wurde nochmals kräftig gespendet, so dass ich im namen von MINI² e.V. und allen spendenden MINI-fahrern, rundfahrtteilnehmern und unterstützenden händlern (dazu später an anderer stelle mehr) die stolze summe von 1.500,- € auf einem riesigen scheck (mal wieder danke dombo für die diesbezügliche orga) an frau orth von bärenherz überreichen konnte. ich persönlich war & bin wirklich happy und sehr stolz, dass dieser betrag zusammengekommen ist. "MINI² für Minis" ist wirklich ein passender slogan für uns MINI-fahrer, die wir bewiesen haben, was für ein großes herz wir für minis (sprich: todkranke kinder) haben.

nach der übergabe im park begann der entspannte teil des abends und wir machten es uns im biergarten von feinkost käfer gemütlich.
(R53: Jedenfalls so lange, bis sich die Sonne zurückzog. Dann wurde es doch sehr schattig. Hatte ich schon erwähnt, dass mir immer kalt ist ? )
ich gebe zu, das erste weißbier des abends schmeckte richtig lecker, während ich den "daheimgebliebenen" in der großen runde erzählte, was wir so alles erlebt hatten, z.t. natürliche auch dinge, die nicht schriftlich dokumentiert werden konnten, da die situationskomik gewisser erlebnisse einfach nicht schriftlich rübergebracht werden kann. die reaktionen auf meine berichte waren zum teil recht lustig: "ja, ja, weiß ich schon, habe ich bereits gelesen" oder "hey, wenn man den bildern im forum glauben schenken darf, funktioniert deine prostata noch ganz gut." : da scheint wohl ein schelm mich während der tour bei einer notdurft photographiert zu haben ich glaube, da warten noch so einige überraschungen auf mich, denn ich kenne auch UL1s kommentare noch nicht .
(R53: Dann wirds mal langsam Zeit: hab' die ja nicht umsonst geschrieben... )

so gegen 20:30 uhr löste sich der kreis auf und die komplettfahrer checkten im hotel ein.
(R53: Der Weg aus dem Park erwies sich anfangs schwieriger als gedacht...aber ich muss ja nicht alles erzählen... )
das chapter rhein/main machte sich nahezu geschlossen auf den weg nach hause und schleppte auch einen etwas orientierungslosen kruhser mit sich. kruhser? ja, kruhser! er ist mal wieder der beweis, was völlige MINI-verstrahltheit verursachen kann. "ich hatte für freitag abend nichts vor" erzählte er mir strahlend "da hab ich gedacht, fährste mal kurz von remscheid runter nach wiesbaden". coole aktion .

(R53: Tja, leider ist auch dieser Beitrag nach dem Ergänzen der Kommentare wieder mal zu gross geworden. Also wird wieder geteilt...)
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Geändert von R53 (04.06.2006 um 20:36 Uhr).
bigagsl ist offline  
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Alt 04.06.2006, 14:56
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02.06 Teil 2

ich traf mich um 21:00 uhr mit joona, dombo, max, ULI, nana und ihrem freund p.j. in der american sportsbar zum finalen burgeressen (@shaky: du hättest es geliebt ).
(R53: Yep, das Essen war okay... )
leider zeigte sich diese bar an diesem abend in einem völlig untypischen bild: extrem laute musik und noch viel schlechtere karaokeeinlagen :puke: . bei mir drückte das ganz schön die stimmung , denn ohne die möglichkeit, sich wenigstens ein wenig unterhalten zu können, machte ein gemeinsamer abend wirklich keinen sinn.
(R53: Eigentlich die ideale Location für ein Paar, das sich nichts mehr zu sagen hat...wofür die Bar wohl auch ab und an benutzt wird, wie mir aus sicherer Quelle bestätigt wurde... )

tja, und so mischte sich zu der letzten etappe der rundfahrt trotz all der freude über diesen wunderschönen abschluß ein wenig situationsbedingter frust, aber auch ein wenig wehmut. irgendwie sind die 14 tage wie im fluge vergegangen, obwohl wir immer bodenhaftung hatten (na ja.... fast immer )
(R53: Manchmal auch zu viel... )
, und irgendwie war es für UL1 & mich noch gar nicht so richtig vorstellbar, nach dem anstehenden pfingstwochenende wieder ganz normal am dienstag unsere normale arbeit anzutreten. zu viele bilder, eindrücke & erlebte situationen schwirren noch in den köpfen der komplettfahrer herum, die noch verarbeitet werden müssen. ich bin sehr froh, dass wir mit diesem tagebuch unsere fahrt ein wenig dokumentiert haben, denn ich vermute, dass sonst schon viele erwähnenswerte situationen bei der masse von eindrücken verloren gegangen wären.
(R53: Das ist jetzt schon so, trotz Tagebuch. Es muss sich nur jeder mal vorstellen, was so durchschnittlich bei einer Ausfahrt und einem Stammtisch passiert...und das jetzt mal 14 ! )
so kam es, dass ich zum ersten mal seit 14 tagen nicht einschlafen konnte, obwohl ich hundemüde war,
(R53: Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mich beim einschlafen nicht so beeilen müssen, um dem Schnarchen zu entkommen... )
denn da waren diese rückblickenden gedanken... darum:

stay tuned
__________________

Geändert von R53 (04.06.2006 um 20:40 Uhr).
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#46
Alt 04.06.2006, 20:41
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03.06.
the day after!
(R53: Guter Film ! )
etwas wortkarg begann um 09:00 uhr das frühstück im stylischen frühstücksraum des hotels alexander im wiesbadener zentrum. es saßen zusammen:
- MAX
- dombo
- UL1
- ford prefect
- mini:2
und ich.
(R53: Na ja...nicht ganz. Einer erschien wie üblich später... )
erst langsam begannen gespräche und den inhalten fehlte etwas die leichtigkeit der vergangenen zwei wochen. selbst der sonst von allen so geliebte UL1-FILTER brachte nicht die gewohnten lacher. UL1-filter? ja, das ist etwas, was unbedingt am ende der rundfahrt mal etwas näher erläutert werden muß. alle leser dieses tagebuches haben sicherlich einige male über den wortwitz und die spitzfindigkeiten meines besten chauffers auf lebzeiten geschmunzelt oder gar gelacht. doch diese engmaschigen wortdefinitionen erfolgten nicht nur hier im blog, sondern auch während normaler gespräche
(R53: Welche normalen Gespräche ? )
innnerhalb der reisegruppe. UL1 hat es während der 2 wochen geschafft, dass keiner von uns (insbesondere MAX & ich) sätze formulierte wie "ich komme später", da innerhalb weniger zehntel sekunden sofort UL1s bemerkung gekommen wäre "wann ihr wo & wie kommt, möchte ich eigentlich gar nicht wissen, hauptsache, ihr erscheint pünktlich."
(R53: Na also, dann hat es doch seinen Zweck erfüllt... Bei korrekter Sprache finde ich auch keine Vorlagen... )
ich gebe es zu, manchmal hätte ich UL1 für diese spitzfindigkeiten erwürgen können,
(R53: Oooch, da warst du wohl nicht der einzige; also bitte Nummer ziehen und hinten anstellen... )
doch wer hätte mich dann nach hause gefahren?
(R53: Interessanter Ansatz. Müsste man direkt 'ne Studie machen, wer wohl so einen Anhalter mit soviel Gepäck mitnimmt... )
MAX kreierte irgendwann das wort UL1-filter und er hofft, dass er in den nächsten wochen wieder einen normalen wortschatz im arbeitsumfeld einsetzen kann, ohne sich bei jedem wort auf die zunge beißen zu müssen, da er einen kommentar aus dem off erwartet .
(R53: Aus Erfahrungsberichten anderer weiss ich, dass man sich den Filter wohl sehr schnell angewöhnt...aber die Entwöhnung dauert lange. Ist fast wie mit'm Rauchen...nur muss ich keine Aufkleber über die Nebenwirkungen tragen...

Apropos MAX: Ralf, es hat wirklich wahnsinnig viel Spass gemacht, mit dir zu fahren und ich bin sehr froh, dass du dabei warst. Das mit dem Nordkap war mein Ernst... )


doch zurück zum morgen danach: (verkneif's dir UL1 )
(R53: Ich hab' auch meinen Stolz: das wäre als Vorlage zu einfach gewesen... )
nach zwei wochen fuhren alle beteiligten wieder in unterschiedliche himmelsrichtungen und brauchten auch nicht mehr auf knarzende ansagen aus den funkgeräten warten, denn man war wieder alleine unterwegs:
(R53: Ich finds immer noch erstaunlich, dass man manche über die Funke so gut verstehen konnte, während man bei anderen eigentlich immer nur raten oder sich mit Schulterzucken ansehen und sagen konnte:
"Hast du was verstanden ? "
"Nö"
"Dann bin ich ja beruhigt: ich auch nicht"... )

dombo brachte mini:2 zurück nach karlsruhe, um anschließend weiter nach lindau zu fahren. ford prefect fuhr zu einem familienfest nach bremen, MAX genoß das gute wetter und machte sich auf nach hamburg und UL1 & ich düsten richtung süden, nach stuttgart & backnang.
(R53: Wenigstens konnten wir noch bis Karlsruhe mit dombo "the best blocker ever" im Konvoi fliegen...
Ach ja, die zweite: auch hier gabs die Situation, dass uns von mini:2 und dombo bedeutet wurde, dass der vordere linke Reifen wohl zu wenig Luft hätte. Okay, nächste Tanke gesucht, die zufälligerweise 'ne Shell war [tanken wollte ich sowieso... ] und agsl den Luftdruck checken lassen. Dann die Entwarnung: "Alles okay; genausoviel drin wie letztes Mal..."
Trotzdem danke für die Fürsorge ! Ich werds vermissen, dass jeder auf den anderen aufpasst....)

UL1 schien die situation auch gesundheitlich ein wenig mitzunehmen. ein ständiges naseschniefen schien eine erkältung anzukündigen
(R53: War zum Glück auch Fehlalarm...)
und seine wortkarge art in verbindung mit seinem ungewohnt unrunden fahrstil ließen vermuten, dass ihn die verhassten migräneschübe plagten.
(R53: Na typisch...wenn ich was sage, willst du mich erwürgen...und wenn ich mal nichts sage, ist es auch wieder nicht recht... )
leider war ich nicht in der lage, ihm in irgendeiner form helfen zu können.
(R53: Daran sind ausgebildete Fachkräfte schon vor Jahren gescheitert... )
so verlief die heimfahrt leider sehr ruhig.
(R53: Dafür war der Kleine sehr laut, denn er durfte endlich mal von der Leine...soweit der Straßenverkehr und die StVO dies zuließen... )

bei mir zu hause angekommen haben wir nur noch wortlos den MINI ausgeräumt und beobachtet, wie das versuchskaninchen langsam wieder aus den federn kam .
(R53: ...und wieder was, das vollkommen an mir vorbeiging... )
eine kurze wortlose, aber herzliche umarmung, wie sie nur unter freunden stattfindet, stellte für mich das ende der wirklich letzten etappe der rundfahrt dar. ich verstaute die MINI-schwinge in der garage in ihrer kiste und trug mein gepäck in meine wohnung. anschließend warf ich mich nur noch auf mein sofa und hing diversen gedanken zur tour nach. das war's!
(R53: Bei mir war auch nicht mehr viel los: ich musste zuerst noch bei meinem Kollegen die Schlüssel für den Laden abholen, der mir auf meine Bitte hin nicht sagte, was ich ab Dienstag alles aufzuräumen das Vergnügen haben werde. Dann nach Hause, alles aus dem MINI räumen [fast alles: Handy liegt wohl noch drin ], auspacken, Post und Mails checken...und dann endlich vor den Fernseher knallen und erwartungsgemäß recht früh davor einpennen... )

darüber vergaß ich ganz, meine espressomaschine anzuwerfen, denn um 15:30 uhr klingelte es an meiner tür und dombo stand, wie angedroht vor der tür , um seinen versprochenen espresso einzufordern. viel länger als geplant zogen wir beim kaffeegenuß eine erstes resumee zur MINI²-Deutschlandrundfahrt und fingen an, auf dem gedanken MINI²-Deutschlandrundfahrt 2007 rumzudenken. die ersten ideen und verbesserungsvorschläge zu diesem thema ließen meine stimmung sprunghaft wieder ansteigen. (R53: ...und da wir es dieses Jahr mit zu wenig Zeit eigentlich ganz gut hinbekommen haben, wird es nächstes Jahr noch besser werden ! Jetzt wissen wir ja, wie es geht...)


was ich spät abends jedoch kurz vor dem einschlafen sehr vermißte, war das "gute nacht, john boy" (von mir) - "gute nacht elizabeth" (von UL1) - *uuuhh-uhhhh* (von mir) [imitation der hupe eines alten Ford T, wie er bei den waltons mitspielte], wie UL1 & ich es uns die letzten 14 tagen immer kurz vor dem einschlafen zuriefen.
(R53: Schade, dass ich die Reaktionen von dombo und MAX dazu nicht mitbekommen habe, als wir im selben Zimmer schliefen... )

diesmal also kein "stay tuned", aber ein herzliches dankeschön für euer tolles feedback und die anregungen zu unserem tagebuch
(R53: Me too ! )

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Geändert von R53 (04.06.2006 um 21:29 Uhr).
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#47
Alt 11.06.2006, 23:47
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irgendwie ist die rundfahrt für mich auch eine woche nach dem ende immer noch nicht ganz vorbei
(R53: Das ist ganz normal. Sagt mein Therapeut auch... )

der start in den arbeitsalltag gestaltete sich für mich mehr als mühsam.
(R53: Das ist doch nichts neues, oder ? )
irgendwie waren die gedanken immer noch auf einem der rund 4.400 km und nicht bei den 200 unbeantworteten mails im office.
(R53: Okay...und auf welchem genau ? Dann fahren wir dahin und holen die zurück...sonst wird das nix mit dem arbeiten... )
doch auch diese (zum glück kurze) arbeitswoche ging - dem pfingstmontag sei dank - irgendwie rum und die vorfreude war groß, denn ich bot UL1 an, das versuchskaninchen vom reisedreck zu befreien.
(R53: Wie man sich aufs putzen freuen kann, muss ich wirklich nicht verstehen, oder ? )
doch es war nicht nur der dreck, der sich in zwei wochen angesammelt hatte, sondern viel mehr, denn (wer UL1 kennt, weiß das): der MINI von UL1 wird zwar häufig und ausgiebig gePIMPt, aber selten gereinigt.
(R53: Der wird ja eh wieder dreckig. Bin da wohl kein echter Schwabe: Kehrwoche ? )
dieser umstand war eigentlich seit längerem für mich der anreiz, irgendwann mal dieses auto ausgiebig zu pflegen: der kleine hat es nämlich verdient ! am samstag, den 10. juni war es dann endlich soweit: um 08:30 uhr holte ich das versuchskaninchen bei strahlendem wetter und über 20°C (warum hatten wir so ein wetter nie während der rundfahrt? )
(R53: Hatten wir doch: in Berlin...im Stau, wo mir Regen lieber gewesen wäre ... )
in winnenden im tausch gegen meine wanne ab. doch bevor ich in die waschbox fahren konnte, "entrümpelte" ich den wagen vor meiner garage, denn nicht nur, dass zum teil immer noch reste der tour im auto lagen, nein, für die geplante innenraumpflege mußte wirklich alles übrige raus und das war einiges:
(R53: Ich kann mich eben so schlecht von Dingen trennen... )
- die ausgebauten spurverbreiterungen
- 2(!) verbandskästen
(R53: Mann/Frau )
- 2(!) taschenlampen
(R53: Da ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass wenigstens eine funktioniert... )
- 3(!) sonnenbrillen (wobei UL1 während der fahrt bei den diversen lichtverhältnissen sich insgesamt 4 sonnenbrillen von mir reichen ließ)
(R53: Sorry...aber mehr hatte ich nicht mit. Ich kann ja auch mal was vergessen... )
- 1 picknickdecke (nein, wir wollten wirklich zu keinem zeitpunkt der rundfahrt miteinander zeit auf dieser decke verbringen )
(R53: Erstens ist das keine Picknickdecke, sondern die Fleecedecke von MINI und zweitens hast du die zweite Fleece ja komplett übersehen...
Angesichts der Temperaturen auf Teilen der Rundfahrt hätten wir die aber eigentlich ganz gut gebrauchen können...wenn die nicht irgendwo ganz unten im MINI verräumt gewesen wären...)

- 2 taschen (ein mandarina duck MINI-rucksack und eine geniale PUMA-tasche in schwarz/orange)
- 3 zerlaufene kinderschokoladenriegel im handschuhfach (ich glaube, die waren von miniholic ), wobei eine davon meinte, es sei im handschuhfachkühlschacht viel angenehmer... welch' spaß, dieses warme, weiche stück schokolade da rauszufischen
(R53: Wusste ich doch, dass dir das Spaß machen würde. Deswegen hab' ich die auch nicht gefuttert... )
UL1, für diese ausrüstung, damit hätten wir es wirklich bis zum nordkap geschafft !
(R53: Aber nur hin... )
nach dieser gewichtserleichterung von sicherlich 15 kg
(R53: Wenn du aussteigst, sind es mehr... )
belud ich den MINI mit frisch erworbenen microfasertüchern und felgenreiniger. wieder einmal wurde das versuchskaninchen seinem namen gerecht, diesmal jedoch auf einem ganz neuen gebiet: ein reinigungsmitteltest ! ich wollte zeigen, dass UL1's aussage: "wozu felgen reinigen? nach einer saison werden die sowieso neu lackiert"
(R53: Is' doch wahr... Okay, nächstes Jahr wird beschichtet...)
bei entsprechender fahrzeug-komplettpflege nicht grundsätzlich gelten muß. okay, bei den diversen bordsteinberührungen hilft reinigen leider auch nicht mehr...
(R53: Eben. Seltsamerweise kann ich die Winterräder mackenfrei halten... )
nur ungern erinnere ich mich an das markerschütternde geräusch im alten elbtunnel, als zuerst die vordere rechte felge sich eine kleine erinnerung abholte und im anschluß dann die hintere linke
(R53: Meinst du die Geräusche aus Richtung der Räder oder die aus Richtung des Fahrers ? Der war wirklich 'not amused' ! )

1,5 Stunden plantschte ich mit dem MINI in einer nahegelegenen waschbox und wir zwei hatten mächtig spaß.
(R53: So leicht geht das. Frauen: bitte merken ! )
der MINI war danach sauber, ich dreckig.
(R53: Guter Tausch... )
egal, denn das ergebnis konnte sich sehen lassen. wo dieses auto überall dreck versteckt hatte, war mehr als erstaunlich. nach 3,5 jahren coupé-pflege dachte ich, ich würde alle problemzonen des MINIs kennen.
(R53: Da war es wieder...das Problem mit dem denken... )
weit gefehlt! soviel hartnäckigen dreck am endschalldämpfer, unter der motorhaube und auf den sichtbaren bereichen der langssträger hatte ich noch nie gesehen
(R53: Nur für dich gesammelt ! )
ich vermute, die letzte intensive wagenwäsche fand bei diesem auto... noch nie statt
(R53: Richtig vermutet. )

wieder vor meiner garage angekommen fuhr ich das versuchskaninchen auf zwei rampen, damit die arbeit im innenraum bequemer vonstatten gehen konnte, aber auch, um meine "lieblingsunterbodenverstrebung" zu prüfen. doch dazu später mehr. zuerst ging es ans aussaugen, entstauben und feucht auswischen des innenraums. es ist immer wieder erstaunlich, wieviel dreck & staub sich auch in einem nichtraucher- & nichtesser-auto ansammelt und in welchen ecken & ritzen sich das ganze wiederfindet.
(R53: Ist doch schön, dass man dich auch noch in deinem hohen Alter erstaunen kann... )
mit fünf verschiedenen staubsaugeraufsätzen hatte der dreck jedoch bei mir keine chance.
(R53: agsinator rules ! )

als UL1 gegen 15:00 uhr bei mir mit breitem grinsen in meiner wanne anrollte, war ich mit der groben karosserie- & innenraumpflege fertig.
(R53: Das breite Grinsen kam daher, dass mich das Getriebe des Facelift-MINIs absolut begeistert hat. Obwohl das Versuchskaninchen leichter und stärker ist als das Wännchen, geht das Cabrio besser. Also freute ich mich schon darauf, agsl die nächste Schubberaktion vorzuschlagen: Getriebe aus dem Wännchen 'raus und in das Versuchskaninchen 'rein... )
jetzt ging es an die detailarbeit und da erschien UL1 gerade richtig.
(R53: Jaja, dafür bin ich dann wieder gut genug... )
mit bremsenreiniger bewaffnet befreite UL1 die weißen felgen von ihren letzten aufgesammelten teerresten und die bremszange vom letzten bremsstaub.
(R53: Soweit möglich. Da hilft eigentlich auch nur noch neu lackieren... )
ich reinigte die scheiben und pflegte die schwarzen kunststoffe außen am fahrzeug. danach ging es unter das auto und das erste große des tages wurde sichtbar...
(R53: Das erste ? Naja...das lag ja eigentlich schon unterm Auto... )

-> Teil 2
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Alt 12.06.2006, 07:23
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Teil 2

Rückblick:
es war Freitag, der 02. Juni, ca. 17:15 Uhr, nur noch 150 m trennten uns vom Ziel der ersten MINI²-Deutschlandrundfahrt und eigentlich mußten wir nur noch das Tor des Wiesbadener Kurparks durchfahren. , doch da war dieser fiese Torzapfen, der sicherlich 5 cm aus dem Boden ragte...zu viel für das tiefergelegte Versuchskaninchen. Mit einem dumpfen Schlag kamen wir abrupt zum stehen. Den kurz darauf folgenden Fluch von UL1 kann ich leider - zum Schutz aller zartbesaiteten Leser - hier nicht wiedergeben
(R53: Und meine Gedanken in dem Moment behalte ich lieber für mich: das hätte für lebenslänglichen Knast gereicht... )

Das Fluchen war leider vollkommen zu recht erfolgt, wie dieses Bild belegt:


Man siehts deutlich: ein kleine Einschlagstelle am rechten Bildrand und die Auswirkung davon links im Bild. Die zwei an dem Eckpunkt angeschraubten Doppelvierkantprofilstreben sind an den Bohrungen abgerissen. Schön, dass Sollbruchstellen funktionieren. So wurden wenigstens die anderen drei Gelenke und die übrigen drei Streben nicht in Mitleidenschaft gezogen.
(R53: Auf diese Erfahrung hätte ich sehr gut verzichten können ! )
Trotzdem verdammt ärgerlich und zur Beschaffung von Ersatz habe ich die schadhaften Teile ausgebaut.

Um 17:30 Uhr lautete der Zwischenstand:
- Fahrzeugreinigung: abgeschlossen
- Unterbodenverstrebung: geprüft und defekte Teile ausgebaut
Welcher Punkt war noch offen auf meiner Liste ? Richtig, "entklappern"! Zu diesem Zweck baute ich die obere Cockpitverkleidung ab, prüfte alle Schrauben, stellte eine entdeckte Klapperstelle mit drei Schaumstoffpolstern ruhig und verbog die Dünnblechverstrebung oberhalb des beifahrerairbags, die dazu dient, die Abdeckung mit leichter Spannung zu verschrauben. Was hatte uns dieses Knistern im Armaturenbrett während weiter Strecken auf der Rundfahrt genervt !
(R53: Oh ja...diese Frequenz war so fies, dass sie auch trotz lauter Musik noch zu hören war... )
Sollten wir wirklich die Lösung gefunden haben ?
(R53: Dafür schon... )
Zur Sicherheit machten wir eine Probefahrt. Da Radio & Gebläse aus und alle beweglichen und losen Teile im Auto ausgeräumt waren,
(R53: Abgesehen von dir... )
konnten wir schnell feststellen: es hatte funktioniert .
Doch was war das ? Ein neues, völlig unbekanntes Klappern von der Heckklappe drang in unsere Ohren !
(R53: Sooo unbekannt war mir das gar nicht... )
"UL1, halt an, ich kletter hinten rein".
(R53: Leider nicht über die Heckklappe: DAS wäre der Brüller gewesen... )
Nicht, dass es schon lustig ausgesehen hätte, wenn ich auf der Rückbank eines MINIs sitzen würde, nein, viel besser: UL1's MINI hat überhaupt keine Rückbank.
(R53: Wie ? Isch 'abe gar keine Rückebanke ? Polizia ! Diebe ! )
Der Wagen hat einen Kombikit und dessen Abdeckplatte war natürlich ausgebaut.
(R53: Selber schuld...wer hat die denn ausgebaut ? Die Schweizer warens nicht... )
Ich saß also auf der 3 cm hohen Ladungssicherungskante des Alurahmens und versuchte durch drücken, ziehen und klopfen rauszufinden, wo das Geklappere herkommt. Das ganze kostete uns sicherlich 45 Minuten. Das Ergebnis: die extra vor 2 Jahren von mir eingebauten zusätzlichen Kofferraumdämpfer am Heckschürzenbefestigungspunkt (eine ehemalige Produktverbesserungsmaßnahme von MINI) bewirkten in der Zwischenzeit genau das Gegenteil: sie förderten das klappern der Heckklappe trotz mit Panzertape umwickeltem Bügelschloss. Die Lösung: Ausbau des 3 cm langen Gummipuffers auf der Beifahrerseite. DAS war die schweißtreibendste Aktion des Tages, denn die Testfahrten ohne Klimaanlage waren speziell im Kofferraumbereich doch sehr "erwärmend"
(R53: Ich enttäusche dich ja ungern...aber als ich nach Hause gefahren bin und du nicht mehr im MINI warst, ging das Geklappere erst recht los...und zwar hinten, auf der Beifahrerseite...
Das erste, was ich nach der Ankunft zu Hause gemacht habe, war, den Puffer wieder anzuschrauben. Dann war wirklich Ruhe... )


Hier noch ein kleiner Beweis der "Reinigungsakrobatik"



18:30 Uhr
Nach 6,5 Stunden intensiver Pflege standen die zwei großen Jungs vor dem Versuchkaninchen und bewunderten das Ergebnis:


UL1 rang das ganze den folgenden Satz ab: "So sauber war der zuletzt... bei der Neuwagenauslieferung".
(R53: ...und da hats geschneit... )
Mich machte das ganze stolz und ich freute mich auch selber sehr über den Anblick. Der Kleine hatte das aber auch wirklich verdient, denn er hat uns ohne probleme 4.400 km über zum Teil abenteuerliche Straßen transportiert. Dafür vielen Dank, Versuchskaninchen, die nächste Ausfahrt kommt bestimmt!
(R53: Zum Glück kann das Versuchskaninchen nicht lesen: diese Ankündigung würde wahrscheinlich den Kühler zum gefrieren bringen... )

stay tuned

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Geändert von R53 (24.06.2006 um 16:03 Uhr).
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