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Expedition ins Tierreich: 1. die Hutze
#1

heute:

die Hutze [scupa minimalis]

Gattung: Säugetiere
Ordnung: unbekannt (evtl. Katze oder Hund?)
Grösse: bis 30cm
Höchstalter: noch undokumentiert
Verbreitung: Europa und Nordamerika; selten: Japan und Aus tralien



Heute möchte ich Ihr Augenmerk für einen Augenblick auf einen ungewöhnlich possierlichen Bewohner unserer Fauna richten, welches mit ein wenig Geschick und Geduld auch in unseren heimischen Gefilden auf freier Wild-Bahn zu beobachten ist: die sogenannte „kleine Hutze“: scupa minimalis. Seine biologische Herkunft ist noch wenig erforscht, es handelt sich wohl ursprünglich um eine misslungene Züchtung eines fehlgeleiteten Möchtgern-Darwins oder einfach um ein Laune der Natur.

Dieses recht kleinwüchsige und manchmal aufgrund seiner Unbeweglichkeit etwas unbeholfen wirkende Tierchen ist meist auf eine geschickte Tarnung bedacht, so nehmen die meisten Exemplare gern chamelionesk die Farbe seiner Umgebung an und vertrauen so darauf, von seinen natürlichen Feinden, wie z. B. dem grossen Golf, dem getriebenen Jaguar oder dem geladenen Woll-Wo, nicht erkannt zu werden.

Vereinzelt sind doch neuerdings junge Hutzen beobachtet worden, die mit einer bisher ungesehenen Mimikrie in Form von Leucht- oder Warnfarben aufwarten und den Beutefeind so durch Vortäuschen von Ungeniessbarkeit oder Giftigkeit vertreiben möchten oder ihn durch das wechselnd schillernde Farbenspiel verwirren und damit seine Überlegenheit vorzuspiegeln versuchen. Der Farbenvielfalt seiner Erscheinung scheint also innerhalb weniger Generationen wohl keine Grenzen mehr gesetzt zu sein – so würde es mich nicht wundern, schon im kommenden Frühling vielleicht auf ein erstes Jungtier mit selbstilluminierndem Gefieder, entliehen aus der schier unerschöpflichen Trickkiste der Tiefsee, zu stossen – aber wer weiss das schon zu sagen?

Wenn man eines dieser wasserscheuen Tierchen erst einmal vor der Kamera hat, ist es immer wieder erstaunlich zu beobachten, wie es bei einem plötzlichen Regenschauer im Galopp zurück zur schützenden Behausung huscht und sich schon beim nächsten Sonnenschein die lustig streifigen Wasserränder vom Rücken putzt, um seinen Artgenossen, vermeintlich eitel, wieder sein prächtiges Antlitz zu päsentieren

Auf der anderen Seite ist dieser kleine Racker ist trotz seiner grossen Scheu doch ein höchst neugieriges Exemplar. So hat es zum Beispiel die liebenswerte Eigenart, sich häufig am Eingang seines Baus, der sogenannten „Haube“, auf die Lauer zu legen und das oft bunte Treiben in der Umgebung seiner Behausung aus seinem Lug heraus zu seiner eigenen Erheiterung zu beobachten. So liegt auch die Schlussfolgerung nicht fern, es sei im Grunde ein recht geselliger und umgängiger Genosse.

Sein Jagdinstinkt ist indes nicht zu unterschätzen, denn obwohl die Hutze als überaus friedfertig und verspielt gilt, gibt es gute Gründe zu der Annahme, ihr sei schon die eine oder andere Taube zum Opfer gefallen. Wovon sich Hutzen wirklich ernähren, wird den Forschern wohl noch länger verborgen bleiben. Vielleicht frisst es einfach nur Fliegen. Dass sich aber einzelne Exemplare dieser Art nachts auf der Suche nach Nahrung in Motorräume von Kleinwagen auf der Suche nach Auto-Mardern begeben, gehört wohl ganz klar ins Reich der Schauermärchen, mit denen man Grundschulkindern ungewollt eine sicher unbegründete Angst vor unseren herzigen Mitbewohnern einimpfen möchte.

Völlig unbegründet scheint mir auch die immer noch unterschwellig vorhandene und jüngst immer wieder geäusserte Angst, dieses für den Menschen völlig ungefährliche Tierchen übertrage gefährliche Strahlenkrankheiten. Selbst, sollte der unwahrscheinliche Fall einmal unvermittelt eintreten, kann man immer noch ganz in Ruhe eine aluminiumbeschichtete Folie (z.B. eine Antifrost-Matte) über das infizierte Tierchen stülpen und damit sich selbst vor dem Allerschlimmsten schützen und gesundheitliche Schädigungen für unschuldige Passanten in Grenzen halten.

Über sein Paarungsverhalten ist leider sehr wenig bekannt, doch hat die heimische Population hat in den letzten Monaten stark zugenommen. So wird der eine oder andere von Ihnen vielleicht bald auch einmal einem dieser possierlichen Racker auf freier Wild-Bahn zu begegnen.

So das wars für heute, freuen Sie sich auf das nächste Mal, wenn ich Ihnen das stimmgewaltige Doppelrohr vorstellen werde. Ihr Heinz Sielmann Zwinkern

R58 JCW coming soon Mr. Gulf
#2

SUPER GEIL

Smile

ich hab sowas als Haustier.. Big Grin


Lol Lol Lol Lol
#3

Meins ist auch domestiziert...
Gibts die auch in wild ? Zwinkern
#4

Absolut Genial,


Leider ist dieses possierliche Haustier nicht bei mir Heimisch Sad


Schutze die Hutze.
Mike

#Lotte
#5

Feedback zur letzten Sendung:

Immer wieder erreichen mich Anrufe interessierter Zuschauer mit der Frage, ob es auch wilde Hutzen gibt. Bei uns in Deutschland sind zwei wilde Arten relativ weit verbreitet: die scupa digitecialis und die scupa rumphorstiensis, die leicht mit der scupa supadupa zu verwechseln ist.

et Sielmännsche grüsst

R58 JCW coming soon Mr. Gulf
#6

eek!
#7

@es (=et sielmänn'sche)
DU hast deinen beruf verfehlt :!: sensationell - ich schüttel mich vor lachen und liege am boden. dieser wortwitz, diese formulierungen...

sicherlich im namen aller:
es, WIR WOLLEN MEHR!

ich warte schon jetzt sehnsüchtig auf das "stimmgewaltige doppelrohr"

have fun - read es' >expedition ins tierreich<!

bigagsl

[Bild: sigpic6.gif]
#8

@es

Einfach nur GENIAL, ein riesen großes LOB von mir !

Aber wie immer fordern wir jetzt BITTE mehr...... !!!!

MfG FLO

[Bild: autoboden6ux.jpg]
#9

@Nico


GAAAANZ GROßE PERFORMANCE!!!! 8)
#10

"Flo[u schrieb:BITTE[/u] mehr...... !!!!
danke für das einfügen dieses wichtigen wortes! habe in meiner euphorie das >bitte< tatsächlich vergessen eek! Oops!

also nochmal: BITTE, es, meeeeeeeeehhhhr!!!

have fun & say "please"

bigagsl

[Bild: sigpic6.gif]
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